Allensbacher Institut: Endverbraucher online weiter als die Unternehmen.
Was dem geneigten User nicht entgangen ist, gibt es jetzt amtlich: Viele deutsche Firmen arbeiten ohne Internetstrategie. Das hat eine Studie des Marktforschungsinstituts Allensbach im Juni 2011 zutage gefördert. „Weite Teile der Unternehmen haben noch nicht die Tragweite realisiert“, zitiert die „Welt am Sonntag“ die Allensbach-Chefin Renate Köcher.
Zwei Drittel vergleichen Preise online
Ganz anders aktiv sind hingegen die Endverbraucher. Die sind sehr häufig und kundig im Netz unterwegs. So nutzten bereits im ersten Halbjahr 2011 zwei Drittel der Deutschen das Netz, um sich durch Preisvergleiche, Testberichte, Bewertungen und Kommentare umfassender zu informieren. Zwei von drei Internetnutzern rufen Preisvergleichsdienste auf, um online nach den billigsten Angeboten zu recherchieren. Immerhin noch rund zwei Drittel der User lesen Online- Testberichte. Und die Hälfte aller Onliner studiert vor dem Kauf Bewertungen und Kommentare anderer Nutzer. Holidaycheck und Co. lassen grüßen.
Mediamarkt versus Internet
Einige Unternehmen, die bislang geschlafen haben, reagieren jetzt. So der Hightech-Gigant Mediamarkt. Noch vor einigen Monaten „blödelte“ Mario Barth für die Ingolstädter Elektrohändler über die Mattscheibe. Bis bei Mediamarkt offensichtlich das Management erkannte, dass die Musik im Internet spielt. Die Hamburger Werbeagentur Kemper und Trautmann wurde flugs in die Wüste geschickt.
Vom 20. bis 30. Juni nun duellierte sich Mediamarkt mit dem Preisportal „Idealo“. Der Kunde sollte sich einen Fernseher aussuchen und dann per Idealo den günstigsten Preis recherchieren. Diesen würde dann Mediamarkt stets halten. Damit reagierte die Metro-Tochter auf das geänderte Konsumverhalten. Während früher die Käufer in das Fachgeschäft am Ort gingen, um sich beraten zu lassen um dann anschließend bei Mediamarkt zu kaufen, blüht den Ingolstädtern mittlerweile genau dieses Schicksal. Die Kunden gehen heute zu Mediamarkt und lassen sich beraten. Anschließend kaufen sie das Gerät im Internet. Natürlich nicht alle, aber immer mehr. Und so kam es denn auch zum Duell „Mediamarkt versus Internet“. Ergebnis noch offen.
Licht und Schatten in der Mode
Wie sieht es in der Modebranche aus? Auch da gibt es Licht und Schatten. Ein leuchtendes Beispiel ist Marcus Vorwohlt aus Augsburg. Der Einzelhändler (Rübsamen und Kult-Filialen) betreibt erfolgreich E-Commerce für Hemden, Hosen und Bettwäsche. Darüber hinaus kooperiert er mit dem Online-Mode-Händler-Verbund „fashiongalerie.de“.
Sehr erfolgreich verkauft Vorwohlt Hemden über die Domain www.excellent-hemd.de. Konkrete Umsatzzahlen nennt er nicht. Branchenexperten gehen davon aus, dass er sich unter den fünf größten Shirtverkäufern in der Republik befindet. Dafür investiert er auch eine hohe Summe für SEM (Search-Engine-Marketing) und dessen Optimierung, SEO genannt. Für Vorwohlt lautet das Erfolgsgeheimnis „Suche Dir eine Nische und besetze sie mit vollem Engagement“. Welche Internetaktivität empfehlen sich für Mode-, Sport- und Schuhhändler?
„Ob E-Commerce oder nicht, lässt sich aus der Ferne nur unseriös begutachten“, weiß Günter Nowodworski von der Augsburger Werbeagentur NOW. Er kennt erfolgreiche Konzepte wie die von Vorwohlt und auch genau das Gegenteil, wo ein bayerischer Einzelhändler verzweifelt versucht, mit kleinem Budget in Eigenregie seine Hemden übers Netz zu vermarkten – ohne Erfolg. Zwei Onlinesäulen jedoch müssen laut Nowodworski stehen: erstens Facebook, zweitens die Firmen-Webseite (mit SEM und SEO).
In beiden Fällen braucht der Händler professionelle Hilfe von Werbeagenturseite, er kann den Job jedoch nicht gänzlich outsourcen. Beispiel Facebook: Hier bieten Agenturen an, die komplette Kommunikation zu übernehmen. Was dabei heraus kommt, ist nicht selten langweiliges, allgemeines Bla bla ohne wahrhaftigen Dialog. Da wird der Sommeranfang im Juni ebenso thematisiert wie das Brautkleid im Mai. Und diese nutzlosen Worthülsen postet dann die jeweilige Agentur für alle Händler von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen gegen üppiges Honorar. Einziges Glück der betroffenen Händler: Sie haben meist nicht mehr als hundert Freunde, von denen zwei Drittel auch noch Kollegen und Wettbewerber sind. Also hält sich der Schaden in Grenzen.
Kick-off-Schulung und Online-Seminare
NOW Communication bietet hier die Ausbildung von Mitarbeitern im Mode-, Sport- und Schuhhaus an. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Kickoff- Schulung und regelmäßigen Online-Seminaren über den Kooperationspartner „online-erfa“ von Axel Kaltenbach.
Darüber hinaus werden die Kunden von NOW über einen Redaktionsdienst mit Inhalten versorgt, die sie, für ihr Haus individualisiert, per Facebook posten können. Dabei ist den Werbern von NOW wichtig, dass jede Aktion des Händlers auch eine Reaktion der Freunde in Facebook erzeugen kann. „Wir arbeiten im Web-2.0- Format. Hierbei ist der Dialog das Ziel und nicht die One-Way-Kommunikation“, erklärt Nowodworski.
Webseite, SEM und SEO
Die zweite Säule der Online-Kommunikation ist die Webseite des Händlers. Zunächst ist hier entscheidend, dass sie professionell aufgebaut ist und so dem Mediennutzungsverhalten der User entspricht. Ein kostenloser Schnelltest bei NOW Communication fördert dies zutage. Darüber hinaus bieten die Augsburger Werber das Contentmanagement und Webdesign für die Fachhändler im Sorglospaket an. Eine Partneragentur sorgt für die Frequenz auf der Seite mit professionellem SEM und SEO.
Interesse an einer Internetstrategie für Ihr Haus?
Schreiben Sie eine E-Mail an jn@nowcom.de, oder rufen Sie Jantje Nowodworski unter 08 21-4 20 70-0 an.


