ONLINE MARKETING SCHLÄGT MURPHY

Als der Eröffnungstermin wackelt, reagiert Modehaus Juhasz mit Flexibilität

Eine liebevolle Animation diente als Key-Visual.
Deren Stil zog sich durch die gesamte Kampagne. 

Neueröffnungen nach dem Umbau scheinen meist nur eine Gesetzmäßigkeit zu kennen: Murphys Law, sprich, alles, was schiefgehen kann, wird schiefgehen. Je größer das Haus, je mutiger die Vision und je umfassender die Baumaßnahmen, desto wahrscheinlicher tritt das Gesetz in Kraft. Und gerade beim Komplettumbau des Modehauses Juhasz waren alle Bedingungen für dessen Anwendung gegeben. Mit 5.500 Quadratmetern sind die Bad Reichenhaller dimensional wie symbolisch eine bedeutende Größe in der gesamten Region. Die Vision, Abteilungen zu Lifestyle-Welten zu formen und Service konsequenter denn je erlebbar zu machen, stellte alles Bisherige auf den Kopf. Dementsprechend groß war der Eingriff in die Substanz und das Tagesgeschäft des Traditionshauses.
Es kam, wie es scheinbar oft kommen muss. Obwohl alles exakt geplant war, die Baumaßnahmen allen Widrigkeiten zum Trotz im Zeitplan lagen, Führungskräfte und deren Teams perfekt auf die geplante Neueröffnung eingestellt waren und eine komplette Online- und Offlinekampagne inklusive Eröffnungsmagazin und Event fix und fertig konzipiert der Exekution harrte, wartete auch das Modehaus Juhasz. Und wartete und wartete. Denn wegen einer behördlichen Personalie konnte die Stadt bis zum Tag der geplanten Eröffnung am 31. März 2017 ihren Segen nicht erteilen.

1. Murhpys Gesetz, Herr Juhasz?

(Lacht) Na. Wir sind ja nicht neu im Geschäft und kennen das natürlich schon. Aber ärgerlich ist das allemal. Philosophen nehmen das mit dem Schiefgehen ja nicht so ernst und fügen gerne hinzu: … „man findet immer jemanden, der es wieder in Ordnung bringt“. Und so war das auch bei uns. Als der Eröffnungstermin wackelte, waren wir natürlich enttäuscht, haben dann aber konsequent entschieden, das Ganze bestmöglich zu lösen.

2. Was war Ihr Plan B?

Den hatten wir ehrlich gesagt nicht auf dem Tisch. Aber gemeinsam mit NOW Communication haben wir eben alles, was wir vorbereitet hatten, auf denselbigen gelegt, und das war viel. Wir hatten ja bereits die ganze Kampagne geplant, also reichlich Material. Warum nicht flexibel reagieren und die Neueröffnung anteasern, haben wir uns gesagt. Unser Spiel mit Offline- und Onlinemedien ist meiner Meinung nach unsere Stärke. So haben wir entschieden, in diesem Fall ganz auf online zu setzen.

3. Aber eins zu eins funktioniert das nicht, oder?

Nein. So geduldig wie Papier an sich ist, so ist auch der Umgang unserer Kunden damit. Mit einem Printprodukt hat man natürlich über Material, Layout, Text- und Bildqualität die Möglichkeit, Wert fühlbar zu kommunizieren. Auf unserer Webseite und in den sozialen Medien sind wir auf Bildsprache und Text limitiert. Ein Vorteil ist dafür die Möglichkeit der Interaktion und der crossmedialen Vernetzung. Also haben wir vorhandenes Material ergänzt und ganz neue Inhalte für eine reine Onlinekampagne entwickeln lassen.

Feierten dann doch noch mit 3.000 Stammkunden: Oliver Juhasz und sein Team.